— und er eigentlich schon 2016 hätte starten sollen
Schon 2016 wollte ich einen Podcast. Die Idee war da, das Bedürfnis war da, die Zielgruppe war klar. Und dann — 2017 — war ich auf der PodcastHelden-Konferenz von Gordon Schönwälder. Ich habe Blut geleckt, wie man so schön sagt. Alles war greifbar nah.
Und trotzdem habe ich mich nicht getraut.
Was hab ich schon zu sagen? Wer hört sich sowas an? Wen interessiert es überhaupt, was ich denke?
Diese Fragen kennen viele Frauen. Ich auch. Nicht nur als Beobachterin aus meiner Praxis — sondern aus eigener Erfahrung. Die Versuche, die Symptome zu greifen, zu benennen und einzusortieren.
Meine Bedenken, ja, meine Angst — sie haben dafür gesorgt, dass es bis zum 4. Mai 2022 gedauert hat, bis mein Podcast wirklich das Licht der Welt erblickte. „Schluss mit giftig.” Toxische Elternbeziehungen. Kein leichter Einstieg. Aber genau das Richtige — weil es eines jener Themen ist, die viele Frauen jahrzehntelang mit sich tragen und über die kaum jemand offen spricht. 30 Episoden sind daraus geworden.
Dann kam „ü50, weiblich, sucht Sinn.” Ein neuer Name, derselbe rote Faden. Frauen, die funktionieren. Die liefern. Die da sind — für alle. Und die irgendwann spüren, dass sie sich selbst dabei verloren haben. Nicht dramatisch. Nicht von heute auf morgen. Einfach so, im Laufe der Jahre.
Seit dem 14. Mai 2026 heißt er „EndlICH! Fühlen.Fluchen.Feiern.” Der Name ist kein Zufall. Er beschreibt einen Prozess — den, den ich mit meinen Klientinnen gehe, und den, den ich mir für jede Hörerin wünsche. Erst fühlen, was wirklich da ist. Dann darf es auch mal laut werden. Und dann — irgendwann — das feiern, was möglich ist.
Was ich an meinem Podcast liebe?
Dass ich spreche. Nicht schreibe, nicht formuliere, nicht feile. Ich spreche — und dabei denke ich. Manchmal weiß ich beim Starten einer Aufnahme noch nicht genau, wo ich lande. Das ist kein Fehler. Das ist das Format. Meine klarsten Gedanken kommen, wenn ich rede.
Ich liebe, dass er Raum gibt. Für Themen, die zu komplex für einen Instagram-Post sind. Für Nuancen, die im Dreizeiler verloren gehen. Für das Dazwischen — das, was zwischen „alles okay” und „ich brauche dringend Hilfe” liegt und wo die meisten Frauen in Wirklichkeit stecken.
Heute weiß ich: Es gibt genug Frauen, denen die Worte fehlen. Worte, die ihren Zustand beschreiben. Die das bestätigen, was sie in ihrem Körper wahrnehmen — auch wenn es keine Krankheit ist. Kein Befund, keine Diagnose. Sondern ein Ausdruck ihres Inneren, der nach Resonanz ruft. Nach jemandem, der sagt: Das ist nicht nichts. Das ist real. Und du bist nicht allein damit.
Dafür ist „EndlICH!”. Dafür mache ich ihn.
Und ich liebe, dass er bleibt. Eine Episode, die 2022 erschienen ist, kann heute noch jemanden erreichen, der genau in diesem Moment den richtigen Satz braucht.
Wenn du eine Frau bist, die spürt, dass da noch was geht — mehr Lebendigkeit, mehr Eigenständigkeit, mehr du — dann ist „EndlICH!” für dich gemacht. Nicht als Ratgeber. Nicht als Anleitung. Sondern als Stimme, die sagt: Du bist nicht die Einzige. Und es ist nicht zu spät.
Du findest den Podcast überall dort, wo es Podcasts gibt.
Oder hier auf meiner Seite.
Dort findest du immer die letzte Episode zuerst.
Die Idee zu diesem Artikel stammt von Barbara Riedl-Wiesinger und Dagmar Recklies , die eine Blogparade ausgerufen haben, weshalb wir unseren Podcast lieben. Folgst du dem Link, findest du noch viel mehr Links zu Podcasts, die interessant sein könnten.
➡️ Darum liebe ich meinen Podcast. Lass dich überraschen und schau mal rein.

